1990 – 2020
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„Wann treffen wir uns wieder?“ „Na, zur Wiedervereinigung“. Mit diesen Worten verabschiedete sich Topper 1977 von seinen Freunden in Berlin, und das klang nach einem, vielleicht sogar ernst gemeintem, Nimmerwiedersehen. Aber 1989 fällt die Mauer, und Topper macht ernst: er kehrt nach Berlin zurück. Per Anhalter, wie ganz früher. Und entdeckt seine alte Liebe zu der Stadt neu. Alte Kreuzburger Freundschaften, wie die mit dem Maler Artur Raake „Märchen“, werden erneuert, Ausstellungen folgen… und langsam verlagert Topper seinen Lebensschwerpunkt wieder nach Berlin. Dabei bringt er weiterhin längere Zeitabschnitte in Portugal, Spanien oder Marokko zu und malt dort auch. In dieser Zeit entstehen viele formvollendete Bilder, in denen sich Zukunftsvisionen und historische Motive zu einer surrealistischen Weltsicht zusammensetzen.
Das sieht der Künstler: Triglaf heißt der Dreihäuptige, eine Gottesgestalt der Wenden. Mit seinem Sohn Luzifer bläst er Seifenkugeln. Zu diesem Bild wurde ich angeregt durch eine Zeichnung von JJ Grandville, einem Franzosen des 19. Jahrhunderts.
Der Künstler erzählt…
Im Frühling 1992 malte ich in dem Gebirgsort Magdaz im Hohen Atlas (Marokko) sechs Wochen lang, eine Neuheit für mich und die Leute dort. Ich porträtierte sogar Frauen und Knaben, und mehrmals den Ort vom gegenüberliegenden Hügel aus. Die Kinder folgten mir und kommentierten jeden meiner Pinselstriche.

Magdaz Paar
1992
(Hoher Atlas, Marokko)
Ölbild | Auch Titelbild des Buches Cuentos populares de los bereberes (spanische Ausgabe der Märchen der Berber)
Preis: 2.000 €
Der Künstler erzählt…
Mein berühmter Freund und Lehrmeister Artur Raake, genannt Märchen, Multikünstler in Berlin Kreuzberg, hatte sich auch mal einen Haarschopf wie ein Jugendlicher zurechtschneiden lassen. Diesen Augenblick hab ich festgehalten. Das Profilbild dahinter ist zufällig herausgekommen und hat ihn besonders gefreut.
Der Künstler erzählt…
In Märchens Atelier „Künstlerpech“ in Berlin spielte öfters Holger Hoffmann auf seinen mittelalterlichen Instrumenten und sang dazu derbe Lieder.
Der Künstler erzählt: Dieses Ölbild malte ich 2005 nach einer Skizze die ich 1963 imTempel (Dschaschtak-Han) der Kalasch beim Mittwinterfest anlegte. Zwei Männer schlagen die große und die kleine Trommel, die Frauen tanzen; der Dehar legt einen neuen Wacholderzweig aufs Feuer. Der Kulturbringer Balumain erscheint schemenhaft im Trubel und Rauch.
Der Künstler erzählt…
Rechtzeitig vor Weihnachten 2011 erschien ein zauberhaftes Buch von Silvia Adler, „Der unsichtbare Ring der Hexe Ranunkel“. Es enthält 16 Zeichnungen von mir. Der Papierfresserchen-Verlag, der das Buch herausgab, führt es nicht mehr im Katalog, es ist aber noch antiquarisch erhältlich.
































































