1965-1990
Mehr zu den Holzschnitten
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Der Künstler erzählt…
In Nepal war ich 1963 und lernte dort den einfachen Holzschnitt kennen. Holzdrucke hingen in jeder Bauernhütte und Bürgerwohnung, man konnte sie überall kaufen. In Berlin versuchte ich ab 1965 selbst, in dieser einfachen Art Drucke herzustellen und hatte Erfolg damit. Die Holzplatte, in die ich das Bild seitenverkehrt schnitzte, brauchte nicht sehr eben zu sein, denn ich druckte ja nicht mit einer Presse, sondern rieb das Blatt mit der Hand ab. Jedesmal mußte ich den Druckstock neu einfärben und nach einigen Abzügen wieder reinigen, es ging dennoch recht flott. Mehr als dreißig oder manchmal fünfzig Abzüge hatte ich mir nicht vorgenommen. Die Motive hatte ich zunächst nur nach Skizzen aus meinem Fahrtenbuch im Hindukusch gewählt, sie bewahrten eine gewisse Einheitlichkeit. Alle Figuren stellten Kalasch dar, bei der täglichen Arbeit und beim nächtlichen Tanz.
Erst viel später (ab 1980) schnitzte ich wieder einige Figuren, diesmal symbolhafte Darstellungen wie „Drachenliebe“ oder „Sonnengott“. Wie schon vorher rieb ich auch von diesen einige farbige Drucke ab, wobei natürlich jeder anders ausfiel.






























